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FAQ

 

Warum gibt es bei der Einfachsteuer nur vier Einkunftsarten?

Die persönliche Einkommensteuer belastet alle vom Bürger erwirtschafteten Einkünfte steuerlich in gleichem Maße. Grundsätzlich käme sie also auch mit einer einzigen Einkunftsart aus. Die vier Einkunftsarten müssen nur deshalb unterschieden werden, weil die Erhebung der Steuer auf technisch unterschiedliche Weise vorgenommen wird. So kann z. B. bei Einkünften aus nichtselbständiger Erwerbstätigkeit (Löhne) anders als bei Einkünften aus selbständiger Erwerbstätigkeit mit Hilfe der Steuerkarte ein Quellenabzug durch den Arbeitgeber erfolgen, der das Verfahren wesentlich vereinfacht.

Vorsorgeeinkünfte stellen eine eigene Einkunftsart dar, da hierbei die Methode der nachgelagerten Besteuerung zur Anwendung kommt. D. h. dass Beiträge (Rentenbeiträge etc.) im Zeitpunkt ihrer Zahlung abgesetzt, die Vorsargeeinkünfte (Renten etc.) im Zuflusszeitpunkt dagegen vollständig der Besteuerung unterworfen werden.

 

Warum bleiben Zinsen in der Einfachsteuer steuerfrei? Ist das nicht ungerecht?

Steuerfrei sind Zinsen nur, soweit sie den Betrag der marktüblichen Zinsen nicht übersteigen. Sie müssen steuerfrei bleiben, um eine mehrfache und damit ungerechte Belastung der Zinsen zu vermeiden. Denn Zinsen werden durch die Anlage eines Sparkapitals erzielt, das aus bereits versteuertem Einkommen gebildet wurde.
 

Warum sind Dividenden in der Einfachsteuer steuerfrei?

Steuerfreie Dividenden sind Gewinne, die ein gewinnsteuerpflichtiges Unternehmen an seine Anteilseigner ausschüttet. Da das Unternehmen auf diese Gewinne vor ihrer Ausschüttung bereits Gewinnsteuer zu zahlen hat, sind die Dividenden bei ihrer Ausschüttung bereits steuerlich belastet. Eine zusätzliche Besteuerung der Dividenden wäre somit eine zweifache Belastung des Unternehmensgewinns und muss deshalb unterbleiben.

 

Warum werden in der Einfachsteuer Gewinne aus dem Verkauf von Aktien nicht besteuert?

Gewinne aus dem Verkauf von Aktien dürfen nicht besteuert werden, weil dies eine mehrfache Belastung investierter Gewinne bedeuten würde. Nachhaltige, fundierte Steigerungen des Wertes von Unternehmensanteilen können nämlich nur aus zwei Quellen stammen: Aus der Investition bereits versteuerter Gewinne oder aus der Erwartung, dass in der Zukunft Gewinne erzielt werden. Diese zukünftigen Gewinne werden in der Zukunft besteuert.

Fundierte Kursgewinne sind also auf Unternehmensgewinne zurückzuführen, die bereits einmal in der Vergangenheit besteuert wurden oder noch in der Zukunft der Steuer unterliegen werden. Eine zusätzliche Besteuerung der Gewinne aus der Veräußerung von Aktien und ähnlichen Anteilen wäre somit eine Mehrfachbelastung. Deshalb müssen fundierte Gewinne aus dem Verkauf von Aktien und ähnlichen Anteilen steuerfrei bleiben.

 

Warum werden in der Einfachsteuer spekulative Kursgewinne nicht besteuert?

Nicht fundierte, spekulative Kursgewinne könnte man besteuern. Kursverluste müssten dann im Gegenzug aber vollständig abzugsfähig sein. Des einen spekalutiver Gewinn ist des anderen spekulativer Verlust. Aus der Sicht des Fiskus würde die Besteuerung zu keinen Nettoeinnahmen führen.

Ein weiteres Problem besteht darin, dass man den nicht fundierten Teil eines Gewinns nicht identifizieren kann.

 

Wie werden in der Einfachsteuer Kursgewinne auf Unternehmensebene behandelt?

Veräußerungsgewinne, die ein Unternehmen beim Verkauf von Anteilen an einem anderen Unternehmen, die es in seinem Anlagevermögen ausweist, erzielt, werden aus den in den beiden vorherigen Fragen angegebenen Gründen nicht besteuert.

Handelt ein Unternehmen dagegen mit Anteilen an anderen Unternehmen und weist es diese Anteile entsprechend im Umlaufvermögen aus, werden hier originäre Gewinne erzielt. Diese sind, soweit sie eine Normalrendite in Höhe des Schutzzinses übersteigen, zu versteuern.